Produktionsstandardisierung im Anlagenbau
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„Uns zeichnet das innovative Verfahren aus! Bis dato galt unser Weg als nicht machbar.“Dr. Stefan SieglerP3 Ingenieurgesellschaft |
„Wir haben bei Null angefangen!“ P3-Berater Dr. Stefan Siegler erhielt den Auftrag, bei einem traditionsreichen Anlagenbauer die Standardisierung der Produkterstellung eines Edelstahlwalzwerkes neu zu konzipieren. Eine große Herausforderung, da es sich um ein komplexes Produkt handelte, das die Kunden weltweit in sehr individuellen Ausführungen in kleinen Stückzahlen bestellt haben. „Üblich ist in der Branche, dass die Überlegungen für eine Standardisierung bei den Bauteilen beginnen. Wir haben von vorneherein gesagt, dass das nicht der Weg sein kann!“
Siegler entwickelte mit seinem Team einen anderen Ansatz: „Entscheidend ist immer: Was will eigentlich mein Kunde? Also haben wir sehr genau in den Markt reingehört und festgestellt, dass Baureihen zur Produktion verschiedener Breiten nachgefragt wurden.“ Die P3-Berater entwickelten aufgrund dieser Analyse ein Konzept zur Produktion von standardisierten Walzwerken, die unterschiedliche Blechbreiten erzeugten.
Dabei scheuten sie nicht die Auseinandersetzung mit dem Auftraggeber. „In den vielfältigen Kundenwünschen sah der Anlagenbauer zunächst eine große Hürde. Nachdem wir aber die Baureihen und die Standard-Module definiert hatten, erkannte er den großen Vorteil dieser Methode“, erinnert Siegler. Das Unternehmen konnte auf die Kunden eingehen und lieferte passgenaue Konfigurationen. Wurde eine gewünschte Breite nicht durch das Angebot bedient, entschieden sich die Kunden für das nächst größere Modell. Denn auch wenn die Walzanlage für die zu produzierenden Bleche eigentlich zu breit war, war die Anschaffung einer Standardanlage signifikant günstiger als die einer speziell entwickelten Lösung.
Siegler: „Wir haben auf diese Art die Angebotsphilosophie des Unternehmens komplett umgekrempelt. Mit Erfolg!“ Nach einem Jahr war die Entwicklung der Walzanlagen komplett umgestellt und es lagen konkrete Erfahrungen vor. Die Erstellungskosten sanken pro Anlage um bis zu 40 Prozent. P3 entwickelte die Methode weiter: „Im Prinzip ist sie überall anwendbar, wo es um Produkte geht, die in sehr kleinen Stückzahlen gefertigt werden.“ Das Standardisierungsverfahren wurde seitdem beispielsweise im Schiffbau und bei der Produktion von chemischen Großanlagen eingesetzt.
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